Mittwoch, 31. Dezember 2008

Das Langsame überwindet das Schnelle

von Laotse

Willst Du etwas schmaler machen, musst Du es vorher sich ausweiten lassen.
Willst Du etwas loswerden, musst Du es vorher aufblühen lassen.
Willst Du etwas nehmen, musst Du vorher zulassen, dass es gegeben wird.
Das nennt man die subtile Wahrnehmung des Soseins der Dinge.
Das Weiche überwindet das Harte.
Das Langsame überwindet das Schnelle.

Freitag, 26. Dezember 2008

Transformation des Bewusstseins

von Eckhart Tolle

Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit einen Punkt erreicht, an dem eine Transformation des individuellen und kollektiven Bewusstseins notwendig geworden ist. Andernfalls kann dieser Planet die Spezies Mensch nicht mehr lange erhalten. Andernfalls wird sie ausgelöscht.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Zeuge meines Schicksals

Ken Wilber in "Mut und Gnade", eines der bewegensten Bücher, die ich je gelesen habe.

Möge ich der Zeuge meines Schicksals sein, nicht sein Opfer.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Über die Bildung

von Wilhelm von Humbold

Bildung ist die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt in wechselseitiger Be- und Verschränkung entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Persönlichkeit führen, die in ihrer Idealität und Einzigartigkeit die Menschheit bereichert.

Freitag, 19. Dezember 2008

Schönheit der Seele

von Aurelius Augustinus

Soviel in dir die Liebe wächst,
soviel wächst die Schönheit in dir.

Denn die Liebe ist die Schönheit der Seele.

Dienstag, 16. Dezember 2008

In uns die Welt tragen

von Henry David Thoreau

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem,
was in uns liegt.

Und wenn wir das, was in uns liegt,
nach außen in die Welt tragen,
geschehen Wunder.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Spielende Freiheit

von Franz Hodjak

Die Freiheit, die täglich uns Spielräume gewährt,
ist immer so groß wie der Spielraum,
den täglich wir der Freiheit gewähren.

Sonntag, 30. November 2008

Adventszeit

Newsletter von der Ethikbank

Als der Weihnachtsmann geboren wurde, das war in der Zeit des aufstrebenden Bürgertums im 19. Jahrhundert, war Weihnachten für die Menschen noch das Fest der Besinnung auf die Grundfesten der Liebe und des Glaubens.

Später, als "Berufsanfänger" eroberte der Weihnachtsmann die Herzen der Kinder. Etwa zu dieser Zeit muss es gewesen sein, als ihn ein kleines Mädchen fragte, wo denn die Liebe herkomme. Er antwortete ihm: "Aus dem Herzen, und im Herzen sitzt unser Geist." Ja, damals war es noch möglich, vom Herzen zu reden, ohne gleich in Verlegenheit zu geraten. Heute denken wir dabei zuallererst an Krankheiten, bestenfalls an etwas Naives, weil die Menschen die Stimme ihres Herzens erstickt haben. Sie haben vergessen, dass ihre Seelen Ruhe brauchen, um lebendig zu bleiben.

Wenn der Weihnachtsmann heute seinen Blick über uns schweifen lässt, sieht er vor allem eines: Erschöpfte Wesen, die nicht einmal am Heiligen Abend zu dem ruhenden Pol ihrer selbst zurückfinden können, da sie bis auf die letzte Minute durch die Blendungen der modernen Welt, durch das Labyrinth der Einkaufspaläste gehetzt werden.

Wenn Weihnachten nur ein Geschenke-Austausch-Fest ist, hat es seinen Sinn verloren, und die wahren Beschenkten sind die Konzerne. Weil sie es sind, die uns ständig sagen, was ermeintlich gut für uns sei, fühlen wir Menschen im Westen uns mehr vom Geschaffenen, Dinglichen angezogen als vom Lebendigen und vom Leben selbst. So wenden wir uns vom Leben ab.

Nichts halten wir deshalb für erstrebenswerter, als dass es uns gelingen möge, die echte, leidenschaftliche Lebensbejahung in unseren Herzen neu zu entdecken. Darin liegt der Schlüssel, mit dem sich die Tore zum Wachstum des Menschen öffnen lassen - zu einem Wachstum des Geistes, der Intellekt, Gefühle und Sinne beteiligt. Es gibt doch nichts Anziehenderes als einen Menschen, der liebt und dem man anmerkt, dass er nicht nur irgendetwas oder
irgendwen, sondern dass er das Leben liebt.

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